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Bedürfnisse brauchen Raum

Liebe Leserin, liebe Leser!

Bedürfnisse brauchen Raum. Heute möchte ich ein Thema behandeln, das für die persönliche Zufriedenheit und für das Wohlbefinden aller Menschen essentiell ist.

Für alle unsere Bedürfnisse brauchen wir Raum, um diese zu leben.

Und dieser Raum sollte zu den Bedürfnissen passen, sonst fängt es an zu zwicken.

Diese an sich banale Tatsache ist nicht so selbstverständlich, wie man meinen möchte. Zuerst stellt sich die Frage, gibt es für ein spezielles Bedürfnis von mir überhaupt einen Raum, und dann stellt sich die Frage, passt dieser Raum zu meinem Bedürfnis. Dies möchte ich hier an einem Beispiel erklären.

Erholung braucht einen erholsamen Raum

Ich wähle hier das Thema Erholung, weil viele Menschen im Alltag zu wenig Erholung finden. Besonders für hochsensible Menschen ist es entscheidend, einen Raum (Platz) zu haben, der dieser Erholung dient. Fehlt dieser, so sind die Folgen häufig fatal. Irgendwo mal zwischendurch eine Entspannungsübung zu machen, ist meist zu wenig. Viele Meditationslehrer weisen uns darauf hin, dass ein fixer Zeitpunkt und ein dafür bestimmter Raum wesentlich sind, für eine gute Meditationspraxis. Dies gilt auch dann, wenn wir nicht meditieren. Erholung braucht einen Raum, der Erholung ermöglicht. Sind hier die Einflüsse der Ablenkung oder Reizüberflutung zu hoch, dann leidet die Qualität unserer Erholung.

Daraus könnten wir folgern, dass dieser Raum möglichst wenig Reize bieten soll. Doch auch das stimmt nicht. Wenn das Ziel Erholung ist, braucht es einen Raum, der Erholung fördert. Es sind jedoch bestimmte Reize, die eine erholsame Wirkung auf uns haben. Bestimmte Farben, eine bestimmte Licht- und Materialqualität sind entscheidend, für die Möglichkeit sich zu erholen. In meinen Blogartikeln habe ich diese Zusammenhänge bereits genauer beschrieben. Nachdem besonders hochsensible Menschen diese erholsame Gestaltung brauchen, habe ich dieser Gruppe von Menschen einen eigenen Blog gewidmet. Unter www.hochsensibel-wohnen.at  findest du Information wie du erholsame Räume gestalten kannst, wie die Natur auf uns wirkt, wie Geborgenheit entsteht, und vieles andere mehr.

Es geht um dich!

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Räume, oder einer davon, nicht so ganz zu deinen Bedürfnissen passen, dann hast du viele Möglichkeiten sie zu verbessern. Du kannst mehr Farbe in deine Räume bringen, ein anderes Licht, andere Materialien usw.. Gehen wir vom Titel „den persönlichen Bedürfnissen Raum geben“ aus, so sehen wir hier eine eindeutige Reihenfolge:

  1. Persönlich
  2. Bedürfnisse
  3. Raum

Dies ist auch die Reihenfolge, mit der du wirkliche Verbesserungen in deinen Räumen bewirken kannst. Wenn du sofort an den Raum denkst, übersiehst du möglicherweise deine Bedürfnisse und die Tatsache, dass deine Bedürfnisse eine ganz persönliche Note haben.

Daher geht es zuerst um deine Person, um deine Bedürfnisse und dann um deinen Raum. Nur so wird der Raum zu deinem Raum.

Du wirst dich wahrscheinlich fragen, wieso ich hier zwischen persönlich und Bedürfnisse unterscheide. Geht es nicht einfach um persönliche Bedürfnisse? Ja natürlich, aber wir Menschen haben alle ähnliche Bedürfnisse. Für dich als Individuum wird die Umsetzung dieser Bedürfnisse jedoch wahrscheinlich ganz anders aussehen, als für deinen Nachbarn. Wahrscheinlich auch ganz anders, als für deinen Partner. Es geht also darum, wie für dich Geborgenheit, Erholung usw. entsteht. Es geht also um Dich!

Deine persönlichen Bedürfnisse beim Hausbau

Als Experte für Wohnen,, kann ich dir Tipps geben, wie etwa Erholung entsteht. Der Experte für deine Bedürfnisse bist jedoch du. Daher lege ich in meiner Arbeit, sei es Planung oder auch Wohnberatung, großen Wert darauf, einen individuellen Weg zu finden.

Die Wohnpsychologie kann dir Hinweise geben, um nicht auf wesentliche Bedürfnisse zu vergessen. Der nächste Schritt ist, diesen Bedürfnissen eine individuelle Note zu geben.

Für die Planungsarbeit habe ich daher eine spezielle Bedürfnisanalyse entwickelt, die dann zu einem individuellen Planungskonzept führt. Mit dieser Methode kannst du ein Haus zu deinem Haus machen. Nachdem in den meisten Fällen Paare und Familien gemeinsam ein Haus bauen, ist dieses individuelle Planungskonzept ein Ergebnis der Bedürfnisse aller Einzelpersonen, die gemeinsam bauen. Falls dich dieses Thema aktuell betrifft, so empfehle ich dir den Blog „Erfolgsreich Hausbauen“.

Deine persönlichen Bedürfnisse beim Wohnen

Nachdem deine Räume, deinen Bedürfnissen entsprechen sollen, empfehle ich deine Bedürfnisse zu formulieren und festzuhalten. Nachdem dies nicht immer so einfach ist, kannst du dir einige Anregungen und Methoden dafür auf meiner homepage downloaden.

Auch für die Optimierung von Wohnraum gibt es fertige Methoden und Checklisten, mit denen man relativ schnell zu einem allgemeinen Ergebnis kommt, sprich Verbesserungsmöglichkeiten entwickeln kann. Für die individuelle Optimierung braucht es jedoch Zeit, weil wir Menschen nicht auf Knopfdruck funktionieren. Frage ich dich, was deine wichtigsten Wohnbedürfnisse sind, wirst du sicherlich viele Dinge formulieren können. Geht es jedoch darum, was wirklich wichtig ist, was dich wirklich in eine gute Stimmung versetzt, was in dir das Geborgenheitsgefühl entstehen lässt, dann braucht es Zeit, um nachzuspüren und die Ergebnisse auszuformulieren. Mein Vorschlag dazu ist, dir eine Liste anzulegen, die so aussieht:

Diese Bedürfnisse sind mir wichtig, daher brauche ich dafür Raum? So kann ich diese Bedürfnisse in meiner / unserer Wohnung umsetzten?
 
 
 
 

Diese Liste sollte dich einige Wochen begleiten. Für jeden Punkt auf der linken Seite kannst du ruhig ein eigenes Blatt Papier verwenden, damit du ausreichen Platz hast, die Umsetzungsschritte nieder zu schreiben.

Wenn du einige Wochen mit dieser Übung verbracht hast, wirst du merken, dass die Dinge immer konkreter werden. Dann ist es Zeit an die Umsetzung zu gehen.

 

 

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