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Die Wirkung Deiner Räume erkennen

Wirkung deiner Räume erkennen

Räume wirken auf uns. Doch die Wirkung deiner Räume zu erkennen ist nicht so einfach wie wir zunächst denken. Diese Wirkung merken wir als Stimmung oder Atmosphäre, also emotional. Wir wollen angenehme Emotionen empfinden, wir wollen uns in diesen Räumen wohl fühlen. Ist dies nicht der Fall, wollen wir diese Räume verändern.
Um deine Räume positiv zu verändern, braucht es drei Schritte:

1. Du solltest diese Raumwirkung erkennen und zuerst erspüren
2. Erkennen woran das liegt
3. Festlegen wo und wie positive Veränderungen vorgenommen werden können

Zunächst brauchen wir also das Gespür und später dann den Verstand. Hier möchte ich dir die ersten zwei Schritte näher bringen, damit wir uns im nächsten Blog „Deinen persönlichen Raum selbst gestalten“ mit den Veränderungen beschäftigen können. Beginnen wir also mit dem Erspüren der Raumwirkung.

Dein Raumgespür – die Wirkung deiner Räume

Die Wirkung deiner Räume ist so komplex, dass diese kaum jemals in allen Details beschrieben werden kann. Wir alle haben jedoch ein Sensorium, mit dem wir erkennen können, wie ein Raum auf uns wirkt. Wir können den Raum als Gesamtes auf uns wirken lassen, oder auch nur bestimmte Details daraus. Um dem Ganzen einen Namen zu geben, nennen wir dies hier „das Raumgespür“. Um die Wirkung Deiner Räume zu erkennen, brauchst Du also eine Aktivierung deines Raumgespüres. Jeder Mensch kann sich eine eigene Methode zurechtlegen, um dieses Raumgespür zu aktivieren. Oft reicht schon die Botschaft „spüre, wie dieser Raum auf dich wirkt“ aus, um in diesen Wahrnehmungsmodus zu gelangen. Wir sind es jedoch nicht gewohnt dies zu tun.

Übung für das Raumgespür

Zur Übung kannst du zunächst so vorgehen:
• Begib dich in den Raum, den du erspüren möchtest
• Mache dies in der Körperposition, in der du zum einen den Raum gut wahrnehmen kannst und zum anderen dich selbst gut spürst – oft wird dies das Sitzen sein
• Lass nun den Raum auf dich wirken
• Spüre nach, wo im Körper sich diese Raumwirkung manifestiert – ein Therapeut würde etwa sagen „wo im Körper spürst Du dies“
• Nimm in Zukunft diesen Körperteil als dein Sensorium für dein Raumgespür
• Bei den meisten Menschen ist dies die Körpermitte, konkret der Solarplexus (Übergang zwischen Bauch und Brustbereich)
Der Solarplexus ist ein Körperbereich mit einem sehr feinen Nervengeflecht. Somit ist es nicht verwunderlich, dass wir hier viel spüren können.

Details wahrnehmen

Bist Du im Spürmodus angelangt, kannst du dich auf Details konzentrieren. Nimm die einzelnen Dinge wahr, die sich im Raum befinden und spüre. Je nachdem was sich in diesem Raum befindet, kannst du dir unterschiedliche Fragen stellen, wie etwa diese:
• Wie wirkt die Bücherwand auf mich?
• Kommt das Licht von der richtigen Seite und in der richtigen Stärke?
• Welche Eindrücke bietet der Fußboden mit Material und Farbe auf mich?
• ….
Wenn du dir Fragen stellst, sollst du natürlich auch Antworten bekommen, die du dir mit deinem Raumgespür selbst geben kannst. Diese Antworten gibst du dir selbst und diese Antworten stimmen für dich. Es ist also wichtig, nach der Phase des Spürens eine Phase des Reflektierens folgen zu lassen.
Halte daher die Antworten auf obige Fragen in kurzen Worten fest.

Widersprüche erkennen

Wenn Du den Raum als Gesamtes, sowie die Details, in der Wirkung auf dich erspürt, und die Antworten festgehalten hast, kommt ein ganz wesentlicher Schritt.
Nun ergibt sich die Frage, ob diese Wirkung mit deinen Bedürfnissen konform geht. Passt dieser Raum in seiner Wirkung zu dem, wie du ihn nutzen willst? Aus sich ergebenden Widersprüchen ergibt sich der Veränderungsbedarf. Auch diesen Schritt solltest Du sofort nach der Übung festhalten. So erkennen wir, ob dies die Wirkung ist, die wir uns wünschen. Sollte dies nicht so sein, dann können wir uns überlegen, welche Wirkung wir uns erhoffen, und wie wir diese Wirkung erzielen können.
Dieses Erspüren der Raumwirkung funktioniert in der Regel automatisch und unbewusst. Mit dieser Übung erreichst du folgendes: Du wirst diese Raumwirkung klarer erkennen, du wirst in den Details besser wahrnehmen, was sie zu dieser Wirkung beitragen, und du wirst Widersprüche zu deinen Bedürfnissen besser erkennen. Wie entstehen diese Widersprüche?

Du sollst (nicht) spüren

Es gibt sicherlich viele Gründe, wieso wir unsere Räume nicht entsprechend unseren Bedürfnissen gestalten. Zeitmangel oder auch die Kosten für diese Veränderungen halten uns oft davon ab, sie auch wirklich durchzuführen. Außerdem beschleicht uns oft auch das Gefühl der Unsicherheit: „Was soll ich wirklich machen, um den Raum so zu gestalten, dass ich mich hier so fühle, wie ich es mir wünsche?“
Und es gibt noch einen ganz wesentlichen Grund dafür. Wir wurden nicht dazu erzogen, unserem Gespür zu vertrauen. In Folge haben wir auch häufig das Spüren selbst verlernt. Als Ersatz für unser authentisches Spüren tritt dann die „Mode“ bzw. der „Trend“. Modeerscheinungen entstehen zwar durch das Aufgreifen eines Bedürfnisses, dann wird dies jedoch stark verallgemeinert und absolut gesetzt. Damit entfernen wir uns von unseren persönlichen Bedürfnissen.
Hinter Mode steckt natürlich auch das Bedürfnis nach dem Dazugehören und nach Repräsentation, also Darstellung dessen, was wir sind und uns leisten können. Dies will ich hier auch nicht abwerten. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass wir diese Modeerscheinungen so stark verinnerlichen, dass wir häufig auf andere Bedürfnisse vergessen. Daher sollten wir uns zu jedem Raum fragen, wozu dieser dient und welche Bedürfnisse er erfüllen soll.

Die Wirkung deiner Räume erkennen

Das hier beschriebene Vorgehen dient dazu, die Wirkung deiner Räume zu erkennen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, diese deinen Bedürfnissen anzupassen.
Stellen wir etwa in unserem Schlafzimmer fest, dass dieser Raum eher aktivierend wirkt und wenig Geborgenheit bietet, so kann man berechtigt fragen, ob dies so gewünscht ist. Die zentrale Frage lautet daher: „Wirkt dieser Raum so, wie ich ihn mir wünsche?“

Bedürfnisse ordnen

Um die Bedürfnisse in Bezug auf einen Raum zu ordnen, können wir uns diese oder ähnliche Fragen stellen:
• Welchen Tätigkeiten soll dieser Raum dienen?
• Empfinde ich in diesem Raum die Weite, die ich mir gerade wünsche?
• Gibt mir dieser Raum die Geborgenheit, die ich mir gerade wünsche?
• Fördert dieser Raum die Erholung, die ich gerade brauche?
• Kann ich in diesem Raum so kommunizieren, wie ich es gerade möchte?
• Ist dieser Raum so privat, wie ich ihn brauche?
• usw.

Die Wirkung deiner Räume verändern

Mit den notwendigen Veränderungsschritten werden wir uns im nächsten Artikel beschäftigen. Das bisher Gesagte hätte wenig Sinn, wenn wir nicht anschließend auch die Räume so gestalten würden, dass Sie positiv auf uns wirken. Positiv bedeutet in diesem Zusammenhang bedürfnisorientiert. Die Frage lautet damit also: „Wie kann ich den Raum meinen Bedürfnissen anpassen?“

Abschließen möchte ich nochmals die eingangs erwähnten drei Schritte erwähnen
spüren – erkennen – verändern

Um das Verändern wird es beim nächsten Artikel gehen.

Wir werden uns das nächste Mal damit beschäftigen, wie du deine Räume verändern kannst, damit sie dir Erfolg bringen, deine Beziehungen verbessern und deine Gesundheit stärken.

Viel Erfolg mit Deinen Räumen wünscht Dir

Herbert Reichl

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